Badespaß am 05.08.2018
Bei sehr heißem Wetter hieß das Motto unserer letzten Sonntagstour: "Pack die Badehose ein!" und so fuhren wir mit 6 Tandems zum Otto-Maigler-See, wo sich auch die meisten im badewannenwarmen Wasser des Sees erfrischten. Auf der Rückfahrt entstand folgendes Foto auf der einzig – noch grünen - Wiese in Köln vor dem Stadion. Damit alle unsere blinden und sehbehinderten Mitglieder mitfahren können suchen wir für unsere Fahrten noch dringend Pilotinnen oder Piloten!
Bericht von Ellen Heiler


Wochenendtour vom 13.07. bis 15.07.2018

Unsere diesjährige Wochenendtour begann am Freitag mit der Zugfahrt von Köln nach Kaldenkirchen am Niederrhein, wo die von der Kölner Radstation dorthin transportierten 8 Tandems und 2 Einzelräder schon ausgeladen für uns bereit standen. Dieser zuverlässige Transfer fand zum wiederholten Mal unser großes Lob.
Die Räder bestückten wir sehr bald mit unserem Gepäck und radelten die ca. 30 km nach Niederkrüchten-Overhetfeld zum Haus Hildegard, in das wir uns schon zum 3. Mal für unsere Wochenendtour einquartierten.
Am Samstag starteten wir über Wassenberg nach Roermond, wo wir – je nach Interesse – den Stadtkern, einen Flohmarkt, einen Wochenmarkt oder einen open-air-Auftritt besuchen konnten. Die Räder durften wir kostenlos in einer städtischen Radgarage abstellen. Uns begeisterte das niederländische Radwege-System, was großzügig und mit breiten Grünstreifen vom Straßenverkehr getrennt war.

Nach diesem Ausflug fielen viele von uns gleich im Restaurant "Zur Kapelle an der Heide" ein und genossen ein großes, kühles Getränk. An beiden Abenden wurde zum Essen für uns draußen ein großer Tisch reserviert. Auf der etwa 60 km langen Tagestour brach bei einem Tandem eine Speiche. Hier war schnell Abhilfe geschaffen, denn der nächste Fahrradladen war weniger als einen km entfernt und die freundlichen Mitarbeiter zogen unsere Reparatur vor. Danke! Bei einem anderen Tandem löste sich der Mantel eines Rades vom darunterliegenden Schlauch, der völlig intakt blieb. Diese Reparatur meisterten die fleißigen Hände unserer Piloten selbst.
Am Sonntag radelten wir ca. 30 km vorbei an Niederkrüchten, Wegberg, Rheindahlen und durch Waldniel nach Hochneukirch zum Bahnhof, wo uns die Mitarbeiter der Radstation schon empfingen, um die Räder wieder nach Köln zu transportieren.
Es war insgesamt ein super schönes Erlebnis. Das Navi hat teilweise gesponnen, aber die Stimmung blieb klasse, das Wetter hervorragend, niemand wurde verletzt und alle waren hoch zufrieden.
Wir bedanken uns noch einmal bei den Organisatoren und für die vielen wachen und aufmerksamen Augen aller sehenden Begleiter!

Bericht von Marie-Theres Meuter

 

Mach mit – "Fietsen" macht Spaß!
Eine Woche Tandemfahren im Osten der Niederlande

Die Freude am Tandemfahren und Lust auf was Neues hat uns – meine Frau Erika und mich – dazu bewogen, uns für eine Woche Tandemfahren in Haaksbergen anzumelden. Haaksbergen liegt im Osten der Niederlande, ganz nah an Enschede und nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Am Montag, 02.07.2018 fuhren wir über Münster nach Enschede, wo wir von Hans in Empfang genommen wurden. Gegen 12 Uhr waren wir in Haaksbergen angelangt. Der Standort für diese Woche war das Hotel B&B Erve Bruggert in Haaksbergen. Wir hatten sehr schöne Ferienzimmer, die barrierefrei gestaltet sind und die über einen separat gelegenen, geräumigen Gemeinschaftsraum für die Mahlzeiten verfügen.
Dick Hilarius und seine Partnerin Anja begrüßten uns. Beide organisieren diese Tandemtouren seit einigen Jahren. Ihnen steht ein Pool von rund 50 ehrenamtlichen Helfern zur Seite, die als "Voorreider" (das sind die Piloten) fungieren sowie als Köchinnen und Köche zum guten Gelingen beitragen.
Nach dem Bezug der Zimmer gab es erst mal eine Stärkung. Mit der Zeit trafen auch alle anderen Teilnehmer an dieser Tandemwoche ein: Es nahmen acht niederländische und vier deutsche Radler teil. Außer uns beiden waren Erik aus Neuwied und Eren aus Köln angereist. Kurz vor 15 Uhr waren alle Piloten bei uns und es gab ein herzliches "Hallo!" Im Anschluss danach stand die erste Ausfahrt auf dem Programm. Die erste Tagesetappe war nach gut 30 km geschafft. Allen Radlern wurde bei der Ankunft erst mal ein kühles Getränk der freien Wahl spendiert. Nach einer Dusche ging es dann in den Gemeinschaftsraum zum sehr leckeren und frisch zubereiteten Drei-Gang-Menü.
An den nächsten Tagen wurde ab 8 Uhr gefrühstückt und gegen 9:45 Uhr versammelten wir uns vor der Garage, wo wir unsere Piloten antrafen. Die Verständigung war gut, denn die meisten Niederländer in Grenznähe sprechen Deutsch. Mit ein wenig Geduld und Aufmerksamkeit unsererseits wurden alle Sprachbarrieren geebnet: Fietsen ist radfahren, dankjewel ist danke, twee pilsje alstublieft bedeutet bitte zwei Bier. Die Piloten habe ich durchweg als sehr freundlich, hilfsbereit, fit und umsichtig kennengelernt.
Unsere Tagestouren gingen bei sehr ebenem Gelände über rund 50 km. Es ging an Wiesen und Feldern vorbei und durch kühle Waldabschnitte. Meist wurde nach einer Stunde ein Kaffeestopp eingelegt. In der Mittagspause wurden die mitgebrachten Lunchpakete bei einem Picknick in freier Natur verputzt. Am Nachmittag wurde eine weitere Rast gemacht, bevor wir am späten Nachmittag am Hotel eintrafen.
Die Abende waren zur freien Verfügung – der eine gönnte sich vor dem Gemeinschaftsraum ein Kaltgetränk, der andere saß auf der Hotelterrasse, andere machten einen Spaziergang im nahegelegenen Wald zu einer Mühle und wieder andere blieben auf den Zimmern.
Alles Schöne hat ein Ende – auch diese Tandemwoche ging am Freitag zu Ende. Gegen 15 Uhr trafen wir in einer Physiotherapie-Praxis ein, wo wir duschen und uns umziehen konnten. Der Besitzer spendierte uns Eis, Kalt- und Heißgetränke. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen in einem Restaurant, an dem noch viele unserer Piloten teilnahmen. Hans brachte uns zurück zum Bahnhof Enschede, von wo wir die Heimreise antraten.
Diese Tandemwoche hat mir wirklich gut gefallen, weil wir viele freundliche Menschen kennengelernt haben, schöne Tandemtouren machen konnten und auch die freie Zeit nicht zu kurz kam. Unterm Strich haben wir rund 250 km in fünf Tagen zurückgelegt. Mit unseren Mitradlern aus den Niederlanden hatten wir guten Kontakt und es gab stets viel zu lachen. Auch mit den Voorreidern gab es viel Spaß auf dem Rad und prima Unterhaltungen. Mir wurde viel erklärt, was sich so am Wegesrand abspielte. Die Teilnahme kostete 510 Euro inklusive Transfer von Enschede, Vollpension, Abschlussbuffet und der Nutzung der Tandems.
Dick und Anja möchten sportlich aktiven sehbehinderten und blinden Menschen ihre Freizeitaktivitäten anbieten. Ihre Tandemwochen sind in den Niederlanden schon seit einigen Jahren gut bekannt und werden gerne genutzt. Sie bieten auch an, Wandertouren zu organisieren. Das Programm für 2019 wird im Frühjahr erarbeitet. Eine Anfrage lohnt sich!

Kontakt: Dick Hilarius
Mail: d.l.hilarius@kpnmail.nl
Mobil: Dick 0031 620551589
Mobil: Anja 0031 621981999

Bericht von Ewald Heck



Schnuppertour vom 14.04.2018

Am Samstag 14. April 2018 startete die erste kurze Schnuppertour für neue Interessenten. 4 Tandems mit 2 neuen Copilotinnen, einem neuen Copiloten und einer neuen Pilotin testeten das Tandemfahren zunächst im Garagenhof.
Dannach fuhren wir eine gemütliche Runde von knapp 10 Km über die Militärringstraße in den Park Richtung Heimersdorf mit Pause bei den Tieren im Wilhelmshof. Über die Lüttichkaserne ging es zurück nach Longerich.
Für eine Copilotin war es ein ganz besonderes Erlebnis: Sie fuhr das erste Mal richtig Rad.
In der Eisdiele trafen wir Ellen, Detlef und Eren. Alle 4 Neuinteressenten wollen weiter mitfahren.
Die nächste Schnuppertour für Neue startet am Samstag 30. Juni 2018 um 14 Uhr an der Garage.

Bericht von Bernhard Goltsche

 

Unsere Wochenendtour vom 07.07. bis 09.07.2017

Wir starteten unsere diesjährige Wochenendtour Richtung Niederrhein am 7. Juli mit 8 Tandems um 10 Uhr am HBF Köln. Wie im letzten Jahr nahmen wir am Bahnhof Hochneukirch unsere Tandems in Empfang, wo die Transportfahrzeuge der Radstation gleichzeitig mit uns eintrafen. Von dort radelten wir die 30 Km zu unserer Unterkunft "Haus Hildegard" in Niederkrüchten-Overhetfeld, in der wir auch im letzten Jahr sehr zufrieden untergebracht waren.

Am Samstagmorgen traf unser Radreiseführer Herr Dörnhaus pünktlich ein, der uns auf sehr schönen Radwegen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten führte, wie
  • eine Mühle, die heute zu einer Kindertagesstätte umfunktioniert wurde
  • dem Patschelbrunnen in Brüggen-Born, der mit einem Fischotter und einem Hecht aus Bronze geziert ist, zwei Futterrivalen in der Schwalm
  • dem jetzigen Naturschutzgebiet, das den Briten seit der Besatzungszeit bis in die 1990er Jahre als Munitionslager diente
  • in die Niederlande zu dem Restaurant "De Grens" am "Weißen Stein", wo viele von uns die Pfannkuchen genossen, die in vielfältiger Form angeboten wurden
  • zu denkmalgeschützten "Ein-Mann-Bunkern" aus dem 2. Weltkrieg
Am Sonntag führte uns das Navigationssystem – inklusive Ehrenrunde – in den Sequoiapark, in dem wir sehr anschaulich einiges zu Mammutbäumen erfuhren.

Wieder trafen die Männer der Radstation, die unsere Räder zurück nach Köln-Longerich bringen sollten, zeitgleich mit uns am Bahnhof Kaldenkirchen ein. Alles in allem war unsere Wochenendtour ein voller Erfolg. Wir hatten ideales Radfahrwetter, sehr schöne und ruhige Radwege mit nur ganz wenigen Steigungen, eine tolle Unterkunft mit einem Restaurant, das eine so ansprechende Speisekarte hatte, dass es schwerfiel, sich für nur ein Gericht zu entscheiden und vor allem: eine super gute Stimmung zwischen allen Teilnehmern.

Bericht von Marie-Theres Meuter



Tandemfahren macht Spaß